Klima verträglich mobil 60+

Begleiten, betreuen, Klima schützen

Auto eines Pflegedienstes
Foto: Anna Fehmel / VCD

Immer mehr Menschen in Deutschland können sich nicht mehr selbst versorgen und sind auf fremde Hilfe angewiesen.  Die Zahl der Pflegebedürftigen liegt aktuell bundesweit bei 2,5 Millionen wird sich in Zukunft weiter erhöhen. Die meisten dieser Menschen wünschen sich ein Leben in den eigenen vier Wänden. Mehr als zwei Drittel von ihnen werden zuhause versorgt: zumeist von Angehörigen, aber im immer höherem  Maße auch von ambulanten Diensten. Die Unterstützung reicht je nach Verfassung und Pflegebedürftigkeit von Besuchsdiensten (z.B. durch Ehrenamtler aus dem kirchlichen Bereich) über Hol- und Bringedienste (z.B. Begleitung, Fahrdienste, Essen auf Rädern, Taxi) bis hin zur ambulanten Pflege und medizinischen Versorgung durch soziale Dienste.

 

Bundesweit sind 12.000 ambulante Dienste mit 270.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Einsatz. Dabei sind sie vorwiegend  mit Dienst-Pkw und leichten Nutzfahrzeugen unterwegs. Hinzu kommen mehrere 100.000 Haupt- und Ehrenamtliche, die etwa bei den Kirchen und Trägern der Freien Wohlfahrtspflege in der mobilen Seniorenarbeit und Altenhilfe aktiv sind und dafür vorrangig ihren Privat-Pkw nutzen.  

 

Egal, ob privat oder mit einem Dienstfahrzeug – überall lassen sich schon mit einfachen Mitteln Kraftstoff und damit Kosten und klimaschädliches CO2 einsparen. Das Projekt »Klimaverträglich mobil 60+« hat hierfür Tipps, Leitfäden und Kontakte zusammengestellt.

CO2 und Kosten einsparen

Sparsam fahren, Kosten sparen: Wer die 10 VCD-Spritspartipps beherzigt, kann seinen Spritverbrauch um bis zu 30 Prozent senken. Das spart im Jahr einige Hundert Euro an Tankkosten.

 

Sparsame Fahrzeuge wählen: In der VCD Auto-Umweltliste werden alljährlich mehr als 400 aktuell erhältliche Pkw nach Spritverbrauch, Schadstoffausstoß und Lärmemissionen bewertet. Sie ist die Entscheidungshilfe für den klimabewussten Autokauf. Für mobile Pflegedienste hat der VCD zudem eine Übersicht zu verbrauchsarmen und kostengünstigen Kleinwagen zusammengestellt. Hinzu kommt eine Übersicht zu besonders sparsamen und schadstoffarmen Transporter-Modellen und Personen-Transportern (Stadtlieferwagen, Transporter, Großraumtransporter, Personen-Transporter).

 

Autos teilen: Neben dem bekannten Carsharing, das vor allem für Privatpersonen interessant ist, gibt es auch das gewerbliche Business-Carsharing.

 

Autofahrten ersetzen: Vor allem auf kurzen Strecken im städtischen Bereich können Pkw-Fahrten oft durch ein herkömmliche (Elektro-)Fahrrad oder ein Lasten-Fahrrad ersetzt werden. So lässt sich neben CO2 und Kosten auch Zeit sparen, da die Parkplatzsuche entfällt und Staus flexibel umgangen werden können. Erste Pilotprojekte dazu gibt es bereits: In Bremen integrierten fünf ambulante Pflegedienste versuchsweise Elektro-Fahrräder in ihren Arbeitsalltag. Die Caritas in Dortmund hat seit Ende 2013 zwei Elektro-Räder für ihre Pflegedienst-Mitarbeiter im Einsatz. Und auch in Berlin haben einige Pflegedienste bereits umgesattelt.

 

Optimierung der betrieblichen Mobilität: Wo tagtäglich größere Fahrzeugflotten im Einsatz sind – etwa bei ambulanten Pflegediensten oder bei „rollenden Mittagstischen“ – kann die strategische Neuausrichtung der betrieblichen Mobilität Geld, Zeit und CO2 sparen. Hier reichen die Ansätze vom individuellen Mobilitätsverhalten über die Optimierung der Fahrzeugtechnik bis hin zum betrieblichen Mobilitätsmanagement.

Downloads:

• Loseblatt-Sammlung des VCD für Dienstleister der mobilen Altenhilfe »Betreuen, Kosten sparen, Klima schonen. Empfehlungen für mehr Klimaschutz in der mobilen Altenhilfe« u.a. mit Übersicht zu besonders sparsamen und schadstoffarmen Transporter-Modellen und Personen-Transportern, Übersicht zu besonders verbrauchsarmen und kostengünstigen Kleinwagen für mobile Pflegedienste, Spritspartipps (pdf-Datei; 649 KB)

• VCD-Übersicht zu besonders sparsamen und schadstoffarmen Transporter-Modellen und Personen-Transportern (Stadtlieferwagen, Transporter, Großraumtransporter, Personen-Transporter) einzeln (pdf-Datei; 95 KB)

VCD-Übersicht zu verbrauchsarmen und kostengünstigen Kleinwagen für mobile Pflegedienste einzeln (pdf-Datei; 78 KB)

verkürzte Bestenliste der VCD Auto-Umweltliste 2015/2016 (pdf-Datei; 99 KB)

• Link zum kostenpflichtigen Download der digitalen Gesamtausgabe der VCD Auto-Umweltliste 2015/2016 (pdf-Datei)

VCD-Spritspartipps (pdf-Datei; 359 KB)

VCD-Leitfaden »Effizienter Fuhrpark« (pdf-Datei; 1,8 MB)

VCD-Leitfaden »Geschäftsreisen - erfolgreich, effizient, umweltverträglich« (pdf-Datei; 4,8 MB) und zugehöriger Prozesskostenrechner (Excel-Datei;
0,4 MB)

Link-Tipps:

◊ VCD-Online-E-Rad-Kaufberatung »Besser E-Radkaufen«

◊ Informationsportal des VCD-Lastenfahrrad-Projekts »Lasten auf die Räder«

◊ VCD-Projekt »Grüne Flotte im Betrieb«

◊ VCD-Online-Autokaufberatung »Besser Autokaufen«

Bestellung der VCD Auto-Umweltliste im VCD-Shop (kostenpflichtig)

◊ Kampagne »Pro Klima« mit Tipps zur effizienten Nutzung von Auto-Klimaanlagen

◊ Pilotprojekt des BUND »Pflegedienste machen mobil - Mit dem Elektrorad zur Patientin« mit Broschüre »Klimafreundlich unterwegs. Elektrofahrräder in Unternehmen« (pdf-Datei; 4,9 MB)

Klimakampagne der Nordkirche

◊ Informationen rund um Carsharing beim Bundesverband Carsharing mit Informationsbroschüre zum gewerblichen Business-Carsharing (pdf-Datei; 3,7 MB)

Carsharing-Vergleichsportal FlexAuto.de 

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