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Sicher zu Fuß unterwegs

Schild: Fußgängerüberweg
Foto: Anne Hoffmann / pixelio.de

gelassen bleiben: Nehmen Sie sich genügend Zeit für Ihre Wege, denn unter Zeitdruck und Stress verliert man schnell den Überblick und schätzt Situationen falsch ein.

 

nicht verunsichern lassen: Auch wenn die Fußgängerampel auf Rot wechselt, während Sie noch auf der Fahrbahn sind, nicht stehenbleiben oder umkehren. Überqueren Sie die Fahrbahn möglichst zügig zu Ende. Das ist nicht nur Ihr gutes Recht, sondern das schreibt Ihnen sogar die Straßenverkehrsordnung vor (StVO § 37(2)5). Die Ampelschaltung berücksichtigt sogenannte Räumzeiten: Es wird nicht automatisch Grün für die Autofahrer, wenn die Fußgängerampel auf Rot schaltet. Sie haben Zeit, Ihren Weg zu beenden.

 

Blickkontakt: Als Fußgänger haben Sie an Kreuzungen auch ohne Ampel oder Zebrastreifen immer Vorrang vor Fahrzeugen, die in die Straße einbiegen wollen, die Sie überqueren möchten. Das wissen leider nicht alle Verkehrsteilnehmer. Suchen Sie den Blickkontakt zum abbiegenden Auto-, Lkw- oder Radfahrer, um sicher zu sein, dass Sie gesehen werden. Wenn Sie keinen Blickkontakt bekommen, gewähren Sie besser den Abbiegern die Vorfahrt.

 

gesehen werden: Im Dunkeln – zum Beispiel beim Abendspaziergang oder nach dem Theaterbesuch – sorgt helle Kleidung für Sichtbarkeit.

 

kleine Umwege für mehr Sicherheit: Überqueren Sie die Fahrbahn an Ampeln, Zebrastreifen, Mittelinseln oder bei übersichtlichem, geradem Straßenverlauf. Laufen Sie lieber ein paar Schritte mehr, wenn der kürzeste Weg nicht der sicherste ist.

 

gut zu Fuß: Achten Sie auf gut sitzende Schuhe. Wenn es am Zeh drückt oder an der Ferse scheuert, macht Gehen keinen Spaß.

 

Hilfsmittel nutzen: Wenn Sie sich beim Gehen unsicher fühlen oder das Knie schmerzt, können kleine Helfer Ihnen das Gehen erleichtern. Haben Sie keine Scheu vor dem Gehstock, verstehen Sie ihn als modisches Accessoire. Es gibt ihn in vielen Varianten – ob schlicht und elegant aus Holz, ganz praktisch zusammenfaltbar oder prunkvoll mit Messingknauf. Die meisten Gehstöcke lassen sich in der Höhe verstellen. Sie können auch einen Stockschirm als Gehhilfe nutzen. Achten Sie darauf, dass er eine für Sie angenehme Länge hat und stabil ist. Um die Schirmspitze zu schützen und rutschfester zu machen, sollten Sie auf die Spitze einen Stockgummi aufziehen. Diese Gummis gibt es in verschiedenen Durchmessern für wenige Euro im Sanitätshaus. Wenn Sie stärkere Probleme beim Laufen haben, kann Ihnen ein Rollator wieder zu mehr Mobilität verhelfen. Auch hier ist das Angebot vielfältig. Lassen Sie sich im Sanitätshaus beraten, welches Modell für Sie in Frage kommt und Ihrem Geschmack entspricht.

 

bei Schnee und Glätte: Achten Sie darauf, dass Ihre Schuhe ein griffiges Profil haben. Benutzen Sie Schuh-Spikes oder einen sogenannten Fersengleitschutz. Diese werden zumeist einfach über die Winterschuhe gezogen oder mit Klettband befestigt. Für Gehstöcke gibt es sogenannte Eiskrallen, die einfach angeschraubt werden. Bevorzugen Sie die klappbare Variante: Dornen raus, wenn es auf dem Gehweg glatt ist. Dornen hochgeklappt, wenn Sie ein Gebäude betreten.

 

Hindernisse nicht hinnehmen: Häufig weisen Gehwege Schäden auf, die zum Beispiel durch Baumwurzeln oder infolge von Frost entstehen. Damit steigt die Sturzgefahr. Manchmal sind Poller so aufgestellt, dass zu wenig Platz ist, um mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl durchzukommen. Wenn Ihnen solche Hindernisse auffallen, machen Sie Ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung darauf aufmerksam.

Link-Tipps:

Fußgängertipps des Fachverbandes FUSS e.V.

Tipps zu Gehhilfen vom Fachverband FUSS e.V. 

YouTube-Film des Stuttgarter Tiefbauamtes zum System und Rhythmus von Ampelschaltungen (erklärt auch die Räumphase für Fußgänger)

Praxistest zu Schuh-Spikes bei Glatteis des NDR-Magazins Markt (mit Video)

◊ Informationen des Deutschen Mieterbundes zum Winterdienst und der Verantwortung von Vermietern mit Hinweisen zu den wichtigesten Urteilen

Tipps zu Rollatoren der Stiftung Warentest

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