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Sicher unterwegs mit dem Fahrrad

verkehrssicheres Fahrrad laut StVO - zum Vergrößern bitte anklicken
Foto: www.pd-f.de / pressedienst-fahrrad (Bild bitte anklicken.)

Radfahren soll Freude machen und dabei sicher und bequem sein. Die richtige Ausstattung und verkehrssicheres Verhalten schaffen dafür die Grundvoraussetzungen.

 

Tipp: Manche ältere Menschen haben das Radfahren nie richtig gelernt, viele haben lange Jahre pausiert und fühlen sich unsicher. Radfahrschulen für Erwachsene bieten Wiedereinsteigern – aber auch Anfängern – die Ruhe und Sicherheit, die sie brauchen. Trainiert wird zusammen mit Gleichgesinnten in kleinen Gruppen und entspannter Atmosphäre.

Das verkehrssichere Fahrrad

dynamobetriebenes Licht vorne und hinten mit integrierten oder zusätzlichen Reflektoren (Katzenaugen): Nabendynamos sind viel wartungsärmer als normale Dynamos, leichtgängig und auch bei Regen zuverlässig. Sie sind üblicherweise in einer speziellen Nabe im Vorderrad eingebaut. Tauschen Sie Ihre alten Glühlämpchen-Scheinwerfer gegen LED-Lampen aus. Diese sind zwar teurer, aber heller, langlebiger und weniger anfällig. Die Standlichtfunktion sorgt dafür, dass Sie auch beim Halten besser gesehen werden.

Reflektoren: Neben den bekannten Speichenreflektoren, die in die Speichen geklemmt werden (je zwei an Vorder- und Hinterrad), gibt es umlaufende Reflektorstreifen, die auf die Reifenflanken aufgebracht sind. Auch für die Pedale sind Rückstrahler vorgeschrieben.

• Vorder- und Hinterradbremse: Die Bremsen müssen gut eingestellt und leicht zu bedienen sein. Scheibenbremsen sind pflegeleichter als Felgenbremsen und funktionieren auch bei Nässe problemlos. Für Menschen, die mit Handbremsen nicht vertraut sind, empfiehlt sich die Anschaffung eines Fahrrades mit Rücktrittbremse. Auch der Rücktritt bremst bei Nässe ohne Probleme.

Klingel: Sie sollte so angebracht sein, dass Sie sie mit dem Daumen gut erreichen können, ohne die Position Ihrer Hände am Lenker zu verändern.

 

Tipps: Für zusätzlichen Komfort sorgen Rückspiegel, ein längenverstellbarer Ständer an der Hinterachse oder ein zweibeiniger Fahrradständer, mit denen das Fahrrad kippsicher abgestellt werden kann, und ein Kettenschutz, der das Hosenbein vor Kettenöl schützt. Wartungsarme Technik vermeidet Pannen. Lassen Sie Ihr Rad einmal im Jahr von einem Fahrradhändler überprüfen!
 

Sicher radeln

Bodenkontakt:  Wer sich beim Losfahren oder Anhalten gern mit beiden Füßen am Boden abstützt, ohne absteigen zu müssen, der sollte ein sogenanntes Komfortrad nutzen.

Sicherer Transport: Bringen Sie Kleidung und Taschen so unter, dass sie nicht in die Speichen geraten können. Hängen Sie Beutel nicht einfach an den Lenker, sondern verstauen Sie diese in einem Gepäckträger-Korb oder in Fahrradtaschen, leichtere Gegenstände auch in einem Lenker-Korb.

Kopfschutz: Ein Fahrradhelm ist zu empfehlen. Wichtig ist, dass der Helm gut sitzt und sich einfach auf Ihre Kopfgröße einstellen lässt. Probieren Sie daher im Laden in aller Ruhe mehrere Modelle aus. Er sollte sich gut handhaben lassen - und Ihnen gefallen, damit Sie ihn gern tragen.

Wege: Radeln dürfen Sie auf der Fahrbahn, auf Seitenstreifen, Schutzstreifen, Radfahrstreifen und Radwegen. Auf dem Gehweg oder in der Fußgängerzone dürfen Sie nur fahren, wenn diese durch das Zusatzschild »Radfahrer frei« freigegeben sind. Wenn Radfahrstreifen oder Radwege mit dem runden blauen Radwegeschild gekennzeichnet sind, müssen Sie dort fahren. Ausnahme: Die Wege sind durch aufgehäuften Schnee oder andere Hindernisse nicht nutzbar oder zum Beispiel für Ihren Fahrradanhänger zu schmal. Ohne Schild haben Sie die Wahl, ob Sie den Radweg bzw. Radfahrstreifen oder die Fahrbahn nutzen. Wenn Sie sich unsicher fühlen und lieber entspannt abseits der Hauptverkehrsstraßen radeln, nutzen Sie ruhige Neben- und Wohnstraßen und freigegebene Radwege durch Parks und Grünanlagen. Für viele Städte gibt es spezielle Fahrrad-Stadtpläne, die unter anderem besonders radlerfreundliche Wege aufzeigen.

vorausschauend fahren: Behalten Sie das Verkehrsgeschehen im Auge und denken Sie mögliche Fehler anderer Verkehrsteilnehmer mit.

Abbiegen: Schauen Sie sich beim Spurwechsel, Abbiegen oder Wenden um (Schulterblick, Rückspiegel). Geben Sie deutlich sichtbare Handzeichen. Suchen Sie möglichst den Blickkontakt mit anderen Verkehrsteilnehmern, um sicherzugehen, dass Sie beachtet werden.

Sicherheitsabstand: Wenn Sie auf der Fahrbahn radeln, halten Sie immer etwa einen Meter Abstand zum rechten  Straßenrand bzw. zu dort geparkten Autos. Häufig öffnen Autofahrer nach dem Einparken unvorsichtig die Autotür. Durch den Abstand senken Sie das Risiko, gegen eine sich öffnenden Tür zu prallen. Zudem überholen Autofahrer Sie dadurch eher mit dem vorgeschriebenen erforderlichen Seitenabstand. Wenn dennoch jemand zu nah überholt, können Sie noch nach rechts ausweichen.

Radwegschäden nicht hinnehmen: Oft weisen Radwege Schäden auf, die zum Beispiel durch Baumwurzeln oder infolge von Frost entstehen. Damit steigt die Sturzgefahr. Manchmal sind Poller so aufgestellt, dass zu wenig Platz ist, um mit dem Fahrrad, Dreirad oder mit Anhänger hindurchzukommen. Wenn Ihnen solche Hindernisse auffallen, machen Sie die Straßenverkehrsbehörde Ihrer Gemeinde- oder Stadtverwaltung darauf aufmerksam.

Fahrrad vor Diebstahl schützen: Schließen Sie Ihr Fahrrad stets mit Rahmen und Vorderrad an, wenn Sie es unbeaufsichtigt stehenlassen. Nutzen Sie stabile Bügel-, Ketten- oder Faltschlösser. Spiralkabelschlösser werden von Dieben hingegen schnell geknackt. Bei Miethäusern gibt es mitunter die Möglichkeit, das Rad im Hof, im Fahrradkeller oder auf einer separaten, manchmal eingezäunten Fläche abzustellen. Wenn es in Ihrem Haus keine sichere, ebenerdige, ausgewiesene Abstellfläche gibt, suchen Sie das Gespräch mit der Hausverwaltung oder den Hauseigentümern. Setzen Sie sich gemeinsam mit anderen Bewohnern dafür ein, dass vor dem Haus Fahrradbügel oder gar ein Fahrradhäuschen aufgestellt werden.

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