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Sicher unterwegs mit Bus und Bahn

älteres Paar steigt aus dem Bus aus
Foto: vzbv / Marcus Gloger

Viele Menschen fühlen sich vor allem im Nahverkehr und insbesondere an Bahnhöfen oder Haltestellen unsicher. Doch Bus und Bahn sind viel sicherer als ihr Ruf.

Einsteigen bitte: Steigen Sie beim Bus vorn ein. So sieht Sie der Fahrer und kann warten oder, falls nötig, Ihnen beim Einsteigen helfen. Halten Sie sich stets gut fest, auch wenn Sie auf der Suche nach einem Sitzplatz ein Stück durch den Bus oder Wagen laufen. Auch, wenn es vielleicht nicht sonderlich elegant aussieht:  Breitbeinig steht man deutlich stabiler und damit sicherer.

Fahrernähe: Wenn Sie sich unsicher fühlen, weil der Bus oder die Bahn sehr leer sind, suchen Sie sich einen Platz in der Nähe des Fahrers. Im Bus können Sie zumeist direkt hinter dem Fahrer oder schräg hinter ihm sitzen. In der Bahn steigen Sie in den ersten Wagen.

Fahrerruf: Viele Wagen von Regionalbahn, S-Bahn, U-Bahn und Straßenbahn sind mit Wechselsprechanlagen ausgestattet. Sie befinden sich zumeist in unmittelbarer Nähe der Türen und ermöglichen den Kontakt zum Fahrer. Wenn Sie sich unsicher fühlen, Hilfe benötigen oder eine Frage haben, drücken Sie den Sprechknopf. Häufig wird der Knopf leider ohne Grund betätigt, daher drücken Sie ruhig etwas länger und mehrfach. So wird klar, dass es sich nicht um ein Versehen oder einen Scherz handelt.

Notbremse: In extremen Gefahrensituationen können Sie in der Bahn die Notbremse betätigen. Diese befindet sich in der Regel im Türbereich. Auf Strecken, die ausschließlich im Tunnel verlaufen, erfolgt der Halt erst im nächsten Bahnhof. Bei überirdischen Strecken bremst der Fahrer sofort an einer sicheren Stelle. Achtung: Der Missbrauch der Notbremse ist strafbar.

Personal: Wenn sich Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe oder Sicherheitskräfte auf dem Bahnsteig oder im Bahnhof befinden, können Sie sich mit Fragen oder Problemen jederzeit an sie wenden.

Notrufsäulen: Sie befinden sich an immer mehr Haltestellen von S-, U- und Regionalbahnen und sind zumeist auffällig rot. Wenn Sie dort den Knopf drücken, erhalten Sie einen direkten Kontakt zur Verkehrszentrale. Melden Sie sich über diese Säulen, wenn Ihnen zum Beispiel unwohl ist, andere Fahrgäste Sie ängstigen, jemand verunfallt ist oder ein technischer Defekt vorliegt. Die Zentrale schickt dann entsprechend den Rettungsdienst, die Feuerwehr, eine Polizeistreife oder einen Mitarbeiter des Verkehrsunternehmens. An vielen Säulen können Sie nicht nur Notrufe absenden, sondern auch allgemeine Informationen zu Verbindungen oder Verkehrseinschränkungen einholen.

Videoüberwachung: In der Regel sind Bahnsteige und Stationen mit Videokameras ausgerüstet. Auch viele Busse und Bahnen verfügen inzwischen über eine Videoüberwachung.

Taxiservice: Bei vielen Verkehrsunternehmen gibt es den Service, dass Sie sich abends ein Taxi zu der Haltestelle rufen lassen können, an der Sie aussteigen. Am einfachsten können Sie Busfahrer danach fragen, da diese nicht in einer abgetrennten Fahrerkabine sitzen. In der Regionalbahn ist der Schaffner die richtige Ansprechperson. Aber auch bei U-, S- oder Straßenbahn wird Ihnen in der Regel gern geholfen. Wenn Sie Ihr Mobiltelefon dabeihaben, können Sie sich das Taxi natürlich auch bequem selbst bestellen. Speichern Sie sich am besten die Nummer der örtlichen Taxizentrale.

gemeinsam stark: Die meisten Menschen fühlen sich sicherer, wenn sie in der Gruppe unterwegs sind. Fahren Sie zusammen mit Ihren Nachbarn per Straßenbahn ins Kino oder verabreden Sie sich mit einer Freundin und gehen Sie gemeinsam per Bus auf Shopping-Tour. Gerade dann, wenn Sie lange nicht mehr mit Bus und Bahn unterwegs waren, können Sie auf diese Weise Erfahrungen sammeln.

Tipp: Viele Verkehrsunternehmen bieten Mobilitäts- und Sicherheitstrainings an, die zumeist kostenlos sind. Erkundigen Sie sich oder fragen Sie unsere VCD-Regionalkoordinatoren.
 

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