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Schleppen oder Shoppen?

ältere Frau mit Einkäufen im Fahrradkorb
Foto: www.hercules-bikes.de | pd-f

Einkaufen ist für viele Menschen gleichbedeutend mit großen Einkaufszentren, Stress, vollen Taschen – und dem eigenen Auto, um die Einkäufe nach Hause zu bringen. Doch auch ohne Pkw lässt es sich ausgiebig Shoppen, ohne befürchten zu müssen, sich dabei völlig zu verausgaben.

schnell in die Innenstadt: Ersparen Sie sich bei Ihrem Einkauf in der City die nervenaufreibende Parkplatzsuche mit dem Auto. Nutzen Sie bei Ihrem Shopping-Trip stattdessen lieber Bus und Bahn oder gehen Sie zu Fuß. So entlasten Sie die meist chronisch überfüllte Innenstadt von zusätzlichem Autoverkehr. Das bedeutet für Anwohner und Besucher weniger Stress, Lärm und Schadstoffbelastung. Wenn Sie von außerhalb in die Stadt kommen, stellen Sie Ihr Auto einfach an einem Park-and-Ride-Platz am Stadtrand ab und nutzen Sie für die Weiterfahrt Bus oder Bahn. Viele Großstädte informieren im Internet über das Angebot an Park-and-Ride-Stationen.

Gewicht verteilen: Schmerzende Schultern müssen nicht sein. Ein Rucksack ist besser zu tragen als ein Beutel oder eine Tasche. Denn er verteilt das Gewicht gleichmäßig auf beide Schultern. Man kann auf dem Rücken zudem viel mehr wegtragen als in der Hand. Durch breite Träger schneidet auch nichts ein. Einkaufsbeutel belasten hingegen meist einseitig eine Schulter. Beim Rucksack sollten Sie auf gut anzupassende Schulterriemen achten. Ein Brustgurt entlastet die Schultern zusätzlich.

Packesel auf Rollen: Ziehen ist viel einfacher als Tragen. In den Einkaufstrolley (Shopper) passt ein ganzer Wocheneinkauf, auch schwere Flaschen oder Gläser. Es gibt diese Trolleys in vielen verschiedenen Farben und Designs. Manche Modelle lassen sich zudem über eine spezielle Kupplung ans Fahrrad anhängen. Andere haben je drei Rollen pro Seite und machen damit das Treppensteigen leichter. Viele können Sie auch ohne die Tasche benutzen – so lassen sich zum Beispiel Wasserkästen viel einfacher transportieren.

mit dem Rad: Wenn Sie mit dem Fahrrad zum Einkaufen fahren, haben Sie viele Möglichkeiten, Ihre Einkäufe zu verstauen. Es gibt Fahrradkörbe für den Lenker oder den Gepäckträger. Sie sind normalerweise fest mit dem Fahrrad verbunden und bieten Platz für Taschen und Beutel. Befestigen Sie das Gepäck am besten mit einem Spanngummi, damit während der Fahrt nichts versehentlich herausfallen kann. Fahrradpacktaschen werden in der Regel am Gepäckträger eingeklinkt und können leicht wieder abgenommen werden. Sie sind meist wasserdicht und haben einen zusätzlichen Tragegurt, damit sie einfach vom und zum Rad transportiert werden können.

Auszeiten nehmen: Gerade in großen Einkaufszentren oder in Fußgängerzonen, wo sich ein interessantes Geschäft an das andere reiht, braucht nach einer Weile jeder eine kleine Pause. Suchen Sie sich ein Plätzchen auf einer Bank oder in einem Café, strecken Sie die Beine aus und verschnaufen Sie.

bringen lassen: Viele Geschäfte bieten gegen einen Aufpreis einen Bringservice an. Das bedeutet, Sie kaufen in Ruhe ein und lassen sich die Einkäufe dann bequem nach Hause liefern. Dieser Service wird auch von den meisten Möbelhäusern und Elektronikgeschäften angeboten.

nah und gut: Erledigen Sie Ihre alltäglichen Einkäufe nach Möglichkeit häufiger zu Fuß in Ihrem Viertel. So stärken Sie den örtlichen Einzelhandel, tun Ihrer Gesundheit etwas Gutes und schützen das Klima.

Einkäufe zwischenlagern: Viele Einkaufszentren bieten einen Aufbewahrungsservice für Ihre Einkäufe an. Wenn Sie nach dem Einkaufsbummel noch etwas unternehmen möchten, können Sie dort Ihre Tüten und Beutel sicher deponieren. Fragen Sie einfach nach, ob es in Ihrem Einkaufszentrum diesen Service gibt. Vor allem in der Vorweihnachtszeit bieten in einigen Städten die örtlichen Verkehrsbetriebe sogenannte Gepäckbusse an. Sie stehen zumeist in der unmittelbaren Nähe beliebter Einkaufsstraßen oder des Weihnachtsmarktes. Darin können Sie Ihre Einkäufe ebenfalls für eine bestimmte Zeit unterstellen.

gutes Essen frei Haus: Viele regionale Bio-Bauern bieten die sogenannte Ökokiste an. Das ist eine Gemüsekiste voll mit frischem, ökologisch erzeugtem Obst und Gemüse, aber zum Beispiel auch mit Milchprodukten, Fleischwaren, Nudeln, Brot, Wein oder Saft. Sie wird Ihnen in der Regel ganz nach Ihren Wünschen direkt nach Hause geliefert – zum Beispiel wöchentlich oder in unregelmäßigen Abständen. Bestellen können Sie online, per Post, Telefon oder Fax. Zumeist können Sie aus verschiedenen Kisten wählen und Lebensmittel, die Sie nicht mögen, ausschließen.

Link-Tipp:
◊ Informationen rund um die Ökokiste und zu Anbietern in Ihrer Nähe gibt es beim Verband Ökokiste e.V. 
◊ Informationen und Übersicht zu Ökokisten der Plattform für nachhaltigen Konsum Utopia 

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