Klima verträglich mobil 60+

Hintergrund

Bis 2020 will die Bundesregierung den Ausstoß von Treibhausgasen um 40 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 verringern. Während der CO2-Ausstoß seit 1990 bundesweit insgesamt um fast 20 Prozent gesunken ist, beträgt der Rückgang im Verkehrssektor aufgrund steigender Verkehrsleistungen lediglich 6,4 Prozent. Gut ein Fünftel des gesamten CO2-Ausstoßes, den ein Mensch in der Bundesrepublik verursacht, entfällt auf den Verkehr. Der hohe Ausstoß von Treibhausgasen führt nicht nur zu Klimaveränderungen. Zunehmender Auto- und Flugverkehr führt auch zu steigender Luftverschmutzung, Verkehrslärm, stockendem Verkehr auf den Straßen, Versiegelung von Flächen und Zerschneidung der Landschaft.
 
Hinzu kommt der demografische Wandel: 2009 waren knapp 26 Prozent der Menschen in Deutschland 60 Jahre und älter, bis 2020 wird sich der Anteil dieser Altersgruppe auf mehr als 30 Prozent erhöhen. Ältere Menschen sind heute so mobil wie nie zuvor.
  

Mobilität bedeutet für sie Selbstständigkeit, Freiheit und ein hohes Maß an Lebensqualität. Sie setzen dabei in zunehmendem Maße auf das Auto. Das ist problematisch für den Klimaschutz, hat aber darüber hinaus auch Folgen für jeden einzelnen: Sich auf komplexe Straßenverkehrssituationen und neue Strecken einzustellen, wird im Alter nicht leichter.

  

Wer sich hingegen möglichst frühzeitig umorientiert, sich auch auf andere Mobilitätsformen einlässt und das Auto als eine Option unter vielen versteht, erweitert seine Mobilität, stärkt seine Fitness und sein Selbstvertrauen und kann seine Selbstständigkeit länger erhalten. Sich klima- und ressourcenschonend zu verhalten,  bedeutet somit keine Einschränkung, sondern das Gegenteil.

   

Grafik zur Entwicklung der täglichen Wege Älterer
Zahlen: MiD 2008 (Quelle: infas, DLR)
Grafik zur Entwicklung der Mobilitätsquote Älterer
Zahlen: MiD 2008 (Quelle: infas, DLR)

Weiterführende Links:
◊ Mobilität in Deutschland ist eine Befragung zum alltäglichen Verkehrsverhalten, die im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums durchgeführt wird. Bundesweit wurden 2002 und 2008 rund 50.000 Haushalte befragt. Die Ergebnisse sind online abrufbar.

 

◊ Mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamtes können Sie mit einigen Klicks Ihre ganz persönliche Klimabilanz berechnen, vergleichen, ob Sie unter oder über dem bundesdeutschen Durchschnitt liegen, und Tipps erhalten, wie Sie Ihre CO2-Bilanz verbessern können.

Nach oben

Gemeinsam für den Klimaschutz!

... mit der Politik

Bernd Sluka (Vorsitzender des VCD-Landesverbandes Bayern), Doris Wagner (MdB, Demografiepolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion) und Markus Ganserer (MdL, Mobilitätspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Bayerischen Landtag)

... in Nürnberg

... in Berlin

Mitglieder des VCD-Arbeitskreises "Mobil bleiben" halten das Plakat mit dem Obama-Zitat in die Kamera.

... bei Aktionen

VCD-Aktive bei der Fahrradaktion der Datev