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Autos teilen

Carsharing-Autos
Foto: Daniel Koch

Ein Pkw steht im Durchschnitt 23 Stunden am Tag nur herum, ist also mehr Stehzeug als Fahrzeug. Dennoch verursacht er Kosten, denn nicht nur der Sprit, auch Versicherungen und Steuern müssen bezahlt werden. Reparaturen werden fällig, TÜV und Abgasuntersuchung schlagen zu Buche. Oft kostet auch der Stellplatz Geld. Hinzu kommt der nicht unerhebliche Wertverlust des Fahrzeugs. Dies alles zusammengerechnet, kostet zum Beispiel ein VW Golf bei einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern fast 600 Euro pro Monat. Eine Lösung: Man muss ein Auto nicht besitzen, um es zu nutzen.

Wer nur hin und wieder ein Auto benötigt, der kann auf Carsharing-Fahrzeuge zurückgreifen, sich mit Nachbarn oder Freunden ein Auto teilen, Taxis nutzen oder bei Bedarf einen Wagen mieten.
  

Carsharing (organisiertes Autoteilen)

Je nach Größe der Carsharing-Organisation teilen sich 15 bis 20 Menschen ein Auto. Dabei stehen in der Regel unterschiedlichen Autotypen zur Verfügung – je nach Bedarf und Einsatzzweck. Haben Sie sich bei einem Carsharing-Anbieter angemeldet, so können Sie Ihr Wunschfahrzeug aus diesem Fuhrpark per Telefon oder Internet meist rund um die Uhr buchen. Sie holen das Auto an einem festen Stellplatz ab und bringen es im Anschluss wieder dorthin zurück. Zugang zum gebuchten Fahrzeug bekommen Sie jederzeit über spezielle Schlüsseltresore am Parkplatz oder elektronische Kartensysteme. Abgerechnet wird nach Zeit und/oder gefahrenen Kilometern. Manche Unternehmen erheben zudem eine Grundgebühr. Die Rechnung erhalten Sie normalerweise einmal im Monat.

Die  Vorteile: Sie sparen Geld und müssen sich um Reinigung, Wartung, Versicherungen, TÜV und andere lästige Dinge keine Sorgen machen. Das erledigt der Carsharing-Anbieter für Sie. In der Regel steht Ihnen ein Angebot  von verschiedenen Fahrzeugtypen zur Verfügung. So können Sie das Auto bedarfsgerecht wählen: den sparsamen Kleinwagen, um die Schwägerin vom Bahnhof abzuholen, den Kombi für den Ausflug mit den Enkeln zum Badesee oder für den Möbeleinkauf.

Faustregel: Carsharing lohnt sich, wenn Sie maximal 10.000 Kilometer pro Jahr mit dem Auto fahren (müssen). Viele Alltagswege sollten Sie gut mit Bus und Bahn, dem Fahrrad oder zu Fuß erledigen können. Der Stellplatz des Carsharing-Autos sollte für Sie gut erreichbar sein.

 

Überregionale Anbieter: z.B. Cambio, Flinkster (DB AG), Car2Go, Greenwheels, teilAuto

  

Privates Autoteilen

Manchmal gibt es in der Region keinen Carsharing-Anbieter oder das »klassische« Carsharing kommt aus verschiedenen Gründen nicht in Betracht. In diesem Fall können Sie überlegen, ob Sie sich nicht privat ein Auto teilen – z.B. mit Nachbarn oder Freunden. Auch hierbei werden die Kosten für ein Auto auf mehrere Nutzer verteilt. Das spart Geld. Privates Autoteilen sollte jedoch allein schon aufgrund von Haftungsfragen bei Unfällen vertraglich geregelt werden. Dafür gibt es Musterverträge zum Beispiel beim VCD (kostenpflichtig).

Eine andere Variante des privaten Autoteilens bieten professionelle Online-Plattformen. Hier stellen Menschen ihre Privat-Autos gegen eine Gebühr zur Verfügung. Das Spektrum ist viel breiter als beim »normalen« nachbarschaftlichen Autoteilen. Die Organisatoren der Plattformen bieten gewöhnlich einen Versicherungsschutz an, man ist also im Schadensfall abgesichert. Einige Fahrzeuge gibt es bereits für eine Leihgebühr von unter 10 Euro am Tag. Je nach Modell sind die Preise nach oben offen.

Überregionale Anbieter: z.B. www.drivy.de, www.tamyca.de

Taxis

Ob mit den Koffern zum Bahnhof, abends vom Kino nach Hause oder ganz bequem von Tür zu Tür nach dem Abendessen bei Freunden: Mit dem Taxi können Sie sich einfach chauffieren lassen. Das ist nicht so teuer, wie viele befürchten. Inklusive Grundgebühr zahlen Sie durchschnittlich etwa zwei Euro pro Kilometer. Eine Taxifahrt von acht Kilometern kostet z.B. in Berlin etwa 16 Euro. In manchen Orten gibt es geringe Zuschläge für Fahrten in der Nacht oder am Wochenende und für größere Gepäckstücke. Großraumtaxen, in denen bis zu acht Personen mitgenommen werden können, sind in der Regel ebenfalls etwas teurer.

Von den knapp 600 Euro, die ein VW Golf pro Monat an Fixkosten verursacht, könnten Sie sich also gut 300 Kilometer Taxifahrten leisten. Das bedeutet umgerechnet eine tägliche Taxifahrt von fünf Kilometern hin und wieder zurück.
  

Mietwagen

Sie brauchen vorübergehend ein Auto, weil an Ihrem Urlaubsort nur zweimal am Tag ein Bus fährt? Sie wollen Sperrmüll zum Recyclinghof bringen und benötigen für die Fuhre einen Kleintransporter? Ihre Enkeltochter heiratet und möchte gern mit einem besonderen, herausgeputzten Auto zur Trauung gefahren werden? Für all diese Anlässe können Sie ein Fahrzeug mieten. Die Preise variieren je nach Anbieter, gewünschtem Fahrzeug, Termin und Mietdauer.

Überregionale Anbieter: z.B. Avis, Europcar, Sixt, Enterprise
   

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